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    Der Interim Management Markt in Deutschland 2026: Alle Zahlen, Daten und Trends

    Wie groß ist der Interim Management Markt? Wie haben sich Tagessätze, Auslastung und Branchenfokus entwickelt? Diese Seite bündelt die wichtigsten Marktdaten aus der DDIM Marktstudie 2026 und weiteren Branchenquellen – aufbereitet als 10-Jahres-Zeitreihe, DACH-Vergleich und Trendanalyse.

    2,7 Mrd. €
    Marktvolumen
    ↑ +9,3 % gg. Vorjahr
    12.500
    Interim Manager
    ↑ +2,0 %
    1.320 €
    Ø Tagessatz (08/2026)
    Prognose 2026: 1.317 €
    81 %
    Ø Auslastung
    ↑ +2 Prozentpunkte

    Marktvolumen, Interim Manager und Auslastung: DDIM Marktstudie 2026 (Prognose), veröffentlicht 20. Februar 2026. Ø Tagessatz: DDIM-Blitzumfrage, August 2026.

    Aktualisierung August 2026: DDIM-Blitzumfrage

    Ende August 2026 hat die DDIM ihre Mitglieder erneut befragt. Die Ergebnisse sind am 23. September 2026 erschienen. Die Tabelle stellt sie den Werten der Marktstudie vom Jahresbeginn gegenüber.

    Kennzahl Marktstudie (Jahresbeginn) Blitzumfrage (August 2026)
    Im Mandat ~60 % 68,7 %
    Auf Mandatssuche 31 % 21,8 %
    Ø Tagessatz 1.317 € (Prognose) 1.320 €
    Mandatslaufzeit 10,7 Monate (Prognose) 10,3 Monate, Median 9
    Positive Markterwartung 31,6 % 41,9 %

    16,4 Prozent der Befragten arbeiten in einem oder mehreren Teilzeitmandaten, 52,3 Prozent in Vollzeit. 40,5 Prozent der Mandate sind auf höchstens sechs Monate angelegt. Beim Tagessatz melden 30,1 Prozent einen höheren Satz als im Vormandat, 47,3 Prozent einen gleichen und 22,6 Prozent einen niedrigeren.

    Quelle: DDIM-Blitzumfrage, veröffentlicht 23. September 2026 . Befragung unter DDIM-Mitgliedern Ende August 2026, Stichprobengröße nicht veröffentlicht. Werte zum Jahresbeginn: DDIM Marktstudie 2026.

    Marktvolumen: Von 1,5 auf 2,7 Milliarden Euro in zehn Jahren

    Der deutsche Interim Management Markt hat sich in der vergangenen Dekade nahezu verdoppelt. Das Honorarvolumen stieg von 1,545 Milliarden Euro im Jahr 2016 auf geschätzte 2,7 Milliarden Euro in 2026 – inklusive Provider-Aufschlägen.

    Bemerkenswert ist die Erholung 2026: Nach dem pandemiebedingten Einbruch 2020 (1,9 Mrd. €) und dem schwächeren Jahr 2025 (2,47 Mrd. €) erreicht der Markt wieder das Niveau des bisherigen Rekordjahres 2023.

    Ist-Wert Prognose 2026

    Quelle: DDIM Marktstudien 2016–2026, Dachgesellschaft Deutsches Interim Management e.V. Honorarvolumen Gesamtmarkt Dienstleistung Interim Management (inkl. Provider-Aufschlag). 2026: Prognose.

    Interim Management Markt im Detail: Die Kennzahlen 2023–2026

    Die DDIM erhebt jährlich die zentralen Marktindikatoren unter ihren über 800 Mitgliedern und rund 30 Provider-Partnern. Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der vier letzten Erhebungsjahre.

    Kennzahl 2023 2024 2025 2026 (P)
    Honorarvolumen 2,7 Mrd. € 2,625 Mrd. € 2,47 Mrd. € 2,7 Mrd. €
    Anzahl Interim Manager* 11.750 12.000 12.250 12.500
    Ø Auslastung (Tage/Jahr) 162 Tage 156 Tage 144 Tage 154 Tage
    Ø Auslastung (%)** 89 % 88 % 79 % 81 %
    Ø Tagessätze 1.318 € 1.302 € 1.297 € 1.317 €

    * Interim Manager der ersten zwei Führungsebenen mit Übernahme von Führungs- und/oder Ergebnisverantwortung.

    ** Auf Basis der persönlichen Maximalkapazität der Interim Manager.

    Quelle: DDIM Marktstudien 2023–2026.

    Die Tagessätze bewegen sich seit Jahren in einem bemerkenswert stabilen Korridor zwischen 1.297 und 1.318 Euro. Die Auslastung hingegen zeigt deutlichere Schwankungen und reagiert stärker auf die konjunkturelle Gesamtlage – der Rückgang auf 79 Prozent in 2025 spiegelt die wirtschaftliche Zurückhaltung in Deutschland direkt wider.

    2025 war das schwierigste Jahr – 2026 zeigt vorsichtigen Optimismus

    Das Jahr 2025 war für die Interim-Management-Branche das herausforderndste seit der Pandemie. Fachkräftemangel, politische Unsicherheiten und geopolitische Spannungen führten auf Unternehmensseite zu deutlicher Zurückhaltung bei Investitionsentscheidungen. Die Auslastung der Interim Manager sank auf 79 Prozent – den niedrigsten Wert seit dem Corona-Jahr 2020.

    Für 2026 zeigt sich jedoch ein Stimmungswandel: 62 Prozent der befragten Interim Manager blicken vorsichtig optimistisch auf das laufende Jahr. Die prognostizierte Auslastung steigt leicht auf 81 Prozent (154 Tage), und das Marktvolumen soll mit 2,7 Milliarden Euro wieder an das Rekordniveau von 2023 anknüpfen.

    62 %
    optimistisch
    62 % optimistisch 38 % verhalten

    Was bedeutet das für Unternehmen?

    Der Markt bietet 2026 eine größere Auswahl an verfügbaren Interim Managern als in den Boomjahren 2022/2023. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an die Auswahlqualität: Mehr Manager am Markt bedeutet mehr Differenzierung bei Profilen und Einsatzfeldern.

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    Automotive verliert den Spitzenplatz – Transformation dominiert

    Eine der auffälligsten Entwicklungen der DDIM Marktstudie 2026 ist die Verschiebung bei den Branchenschwerpunkten. Der Automotive-Sektor (Zulieferer), jahrelang die dominierende Branche, ist erstmals auf Rang vier zurückgefallen. Sein Anteil sank von 11,6 Prozent auf 7,9 Prozent in 2026.

    Automotive (Zulieferer) auf Rang 4
    2025
    11,6 %
    2026
    7,9 %
    Transformation & Change↑ wachsend
    Digitalisierung & IT↑ wachsend
    Energie & Nachhaltigkeit↑ wachsend

    Der Rückgang der Automotive-Mandate spiegelt den strukturellen Wandel der deutschen Wirtschaft wider. Für Interim Manager bedeutet das: Branchenexpertise allein reicht nicht mehr – gefragt ist die Kombination aus Transformationskompetenz und operativer Umsetzungserfahrung.

    Wachstumsbranchen 2026 und 2027: Wo die Nachfrage anzieht

    Die DDIM-Daten zeigen, welche Branchen heute Interim Manager beschäftigen. Die AIMP-Marktstudie DACH 2026 ergänzt den Blick nach vorn: In welchen Sektoren erwarten die Interim Manager selbst das größte Wachstum?

    An der Spitze steht der Maschinen- und Anlagenbau mit 31 Prozent. Direkt dahinter folgen zwei Felder, die noch vor wenigen Jahren kaum eine Rolle spielten: Defense, Rüstung und Aerospace mit 26 Prozent sowie IT, Digitalisierung, KI und Software mit 25 Prozent. Im Verteidigungsbereich treiben geopolitische Entwicklungen und steigende Investitionen die Nachfrage. Im IT-Umfeld ist es die fortschreitende digitale Transformation.

    Bemerkenswert ist der Aufstieg von Defense. Eine Branche, die lange als Nische galt, gehört plötzlich zu den drei wachstumsstärksten Feldern für Interim Management in DACH.

    Branche Wachstumspotenzial 2026/27
    Maschinen-/Anlagenbau / Industrie 31 %
    Defense / Rüstung / Aerospace 26 %
    IT / Digitalisierung / KI / Software 25 %
    Bau / Immobilien / Real Estate 22 %
    Automotive / Mobilität 20 %
    Energie / Infrastruktur / Utilities 12 %
    Healthcare / Pharma / MedTech 10 %

    Quelle: AIMP-Marktstudie DACH 2026, Mehrfachnennungen möglich, n=599 (Interim Manager).

    Was verdient ein Interim Manager? Tagessätze nach Funktion und Ebene

    Der Durchschnitts-Tagessatz von 1.320 Euro (DDIM-Blitzumfrage, August 2026) ist ein Mittelwert über alle Funktionen und Hierarchieebenen. In der Praxis variieren die Sätze erheblich – je nach Seniorität, Spezialisierungsgrad und Mandatstyp.

    Funktionsbereich Min Max Ø Tagessatz
    CEO / Geschäftsführung 1.800 € 2.500 € ~2.100 €
    CFO / Finance-Leitung 1.500 € 2.200 € ~1.800 €
    COO / Operations 1.400 € 2.000 € ~1.700 €
    CTO / IT-Leitung 1.400 € 2.000 € ~1.650 €
    Change / Restrukturierung 1.400 € 2.200 € ~1.700 €
    CHRO / Personalleitung 1.300 € 1.800 € ~1.500 €
    Compliance / ESG 1.300 € 1.900 € ~1.550 €
    Einkauf / Supply Chain 1.200 € 1.700 € ~1.400 €
    Vertrieb / Sales-Leitung 1.200 € 1.800 € ~1.450 €
    Senior Projektmanagement 1.000 € 1.500 € ~1.200 €

    Richtwerte auf Basis des DDIM-Durchschnittstagessatzes 2026 (1.317 €), ergänzt durch publizierte Branchenschätzungen.

    Drei Faktoren bestimmen den Tagessatz:

    1. Hierarchieebene – C-Level-Mandate liegen 40–60 % über dem Marktdurchschnitt.
    2. Spezialisierungsgrad – Nischenexpertise in Bereichen wie Halbleiter, Regulatorik oder KI-Strategie erzielt Premium-Aufschläge.
    3. Dringlichkeit – Sofort-Einsätze mit 48-Stunden-Vorlauf rechtfertigen höhere Sätze als Mandate mit 4–6 Wochen Planungszeit.
    Alle Kosten & Tagessätze im Detail

    Interim Management in DACH: Deutschland, Österreich und Schweiz im Vergleich

    Der deutschsprachige Raum ist der größte zusammenhängende Interim-Markt in Europa. 2025 lag das DACH-Gesamtvolumen bei 3,75 Milliarden Euro. Deutschland trägt mit 2,66 Milliarden Euro den größten Teil, gefolgt von der Schweiz mit 659 Millionen und Österreich mit 421 Millionen Euro. Auffällig: Österreich und die Schweiz wachsen derzeit dynamischer als Deutschland. Quelle: AIMP-Marktstudie DACH 2026.

    🇩🇪 Deutschland
    Marktvolumen~2,7 Mrd. €
    Interim Manager~12.500
    Ø Tagessatz1.320 €
    VerbandDDIM (800+)
    Provider-Anteil~50 %
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    🇦🇹 Österreich
    Marktvolumen~421 Mio. €
    Ø Tagessatz1.249 €
    Interim Manager~2.808
    Auslastung~120 Tage
    VerbandDÖIM (180+)
    Provider vergleichen
    🇨🇭 Schweiz
    Marktvolumen~659 Mio. €
    Ø Tagessatz1.723 €
    Interim Manager~2.875
    Auslastung~133 Tage
    SegmentPremium

    Quellen: DDIM Marktstudie 2026 (Deutschland; Ø Tagessatz: DDIM-Blitzumfrage, August 2026), AIMP-Marktstudie DACH 2026 (DACH-Gesamtvolumen 3,75 Mrd. €, Tagessätze und Manager-Zahlen Österreich und Schweiz).

    Fünf Trends, die den Interim Management Markt 2026 prägen

    01

    Angebotsseite wächst – Differenzierung wird Pflicht

    Die Zahl der Interim Manager steigt seit Jahren um rund 250 pro Jahr und erreicht 2026 geschätzte 12.500. Hinzu kommt ein neues Phänomen: Infolge von Entlassungswellen in großen Konzernen drängen zunehmend hochqualifizierte Führungskräfte als neue Interim Manager auf den Markt. Das bedeutet mehr Wettbewerb für etablierte Manager, aber auch eine größere Auswahl für Unternehmen.

    02

    Transformation übertrumpft Branche

    Der Rückgang der Automotive-Mandate (von 11,6 auf 7,9 Prozent) ist symptomatisch für einen grundlegenden Wandel: Unternehmen suchen nicht mehr den „Automotive-Manager“, sondern den „Transformationsmanager mit Industrieerfahrung“. Change Management, Digitalisierung, KI-Integration und Nachhaltigkeitstransformation sind die Wachstumsfelder.

    03

    Vor-Ort-Präsenz kehrt zurück

    Nach den pandemiebedingten Remote-Jahren wünschen sich Unternehmen wieder deutlich mehr Vor-Ort-Präsenz. Laut DDIM Marktstudie 2025 soll der Anteil der vollständig vor Ort arbeitenden Interim Manager von 34 Prozent (2024) auf über 50 Prozent steigen.

    04

    KI verändert das Berufsbild

    Künstliche Intelligenz ist nicht nur als Mandatsthema gefragt – sie verändert auch die Arbeitsweise der Interim Manager selbst. Digitale Kompetenzen im Umgang mit KI-Tools werden zunehmend zum Basisanforderungsprofil: von der KI-gestützten Analyse über automatisierte Reporting-Systeme bis zur Nutzung von Large Language Models.

    05

    Provider werden strategische Partner

    Die Rolle der Interim Management Provider entwickelt sich von der reinen Vermittlung zur strategischen Beratung. Entscheidend sind heute präzises Matching, professionelle Qualitätssicherung und nachhaltige Projektabschlüsse. Rund 50 Prozent aller Mandate werden weiterhin über Provider vermittelt.

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    CxO-Prioritäten 2026 und was sie für die Nachfrage nach Interim Managern bedeuten können

    Die DDIM- und AIMP-Zahlen oben beschreiben den Markt aus Sicht von Interim Managern und Providern. Was auf Seiten der Auftraggeber oben auf der Agenda steht, zeigt die 7. Horváth CxO Priorities Study: Horváth hat von März bis Mai 2026 über 1.000 CEOs, CFOs und weitere Vorstände in 32 Ländern befragt, 43 Prozent davon aus Unternehmen mit mehr als einer Milliarde Euro Umsatz.

    Rang 2026 Priorität Score (1–4) Rang 2025
    1 KI & digitale Transformation 3,60 2
    2 Kosten- und Ergebnisstruktur verbessern 3,57 1
    3 Cybersecurity 3,31 3
    4 Reorganisation von Strukturen und Prozessen 3,10 5
    5 People-Themen 3,06 4

    Alle Branchen, weltweit, n=961 (Horváth, 7th Annual CxO Priorities Study 2026, S. 11).

    Was hinter den Prioritäten steht

    • In der Fertigung bleibt die Kosten- und Ergebnisstruktur auf Rang 1 (3,64 Punkte), KI & digitale Transformation folgt auf Rang 2 (3,54 Punkte) (n=497, S. 12).
    • Von Horváth befragte Fertigungsunternehmen mit Hauptsitz in Deutschland planen 2026 Stellenabbau. Hochgerechnet auf die jeweilige Branche sind das rund 37.300 Stellen im Maschinenbau (2,9 Prozent der Beschäftigten), 37.200 im Bau (1,4 Prozent) und 34.400 in der Automobilindustrie (4,4 Prozent). Wichtigster Grund sind die Lohnkosten im internationalen Vergleich, genannt von 80 Prozent (n=95, S. 20).
    • Unternehmen aus Servicebranchen nennen für 2026 Einsparziele von durchschnittlich 5 Prozent ihres Umsatzes; 34 Prozent der geplanten Einsparungen entfallen auf Personalkosten (n=81, S. 18).
    • Als größte Hürden bei der KI-Einführung nennen die Befragten die Datenbasis und die Kompetenzen der Belegschaft (S. 28).

    Einordnung des Portals

    Horváth misst keine Interim-Nachfrage. Die Studie zeigt aber, dass KI-Einführung, Kostenprogramme und Reorganisation 2026 gleichzeitig weit oben auf der Agenda stehen. Solche befristeten Programme können Anlass für ein Interim-Mandat sein, etwa wenn eine Reorganisation Führung auf Zeit braucht. Ob daraus mehr Mandate entstehen, lässt sich aus der Studie nicht ableiten. Das zeigt erst die nächste DDIM-Marktstudie. Zwei Werte aus der AIMP-Studie mahnen zur Vorsicht: Nur 28 Prozent der Auftraggeber nennen KI-Erfahrung als wichtiges Auswahlkriterium, und 2025 führte nur jede dritte Projektanfrage bei Providern zu einem Mandat.

    Datenquellen und Methodik

    DDIM Marktstudie 2026 (veröffentlicht 20. Februar 2026)

    Jährliche Befragung der Dachgesellschaft Deutsches Interim Management e.V. unter über 800 Mitgliedern und rund 30 Provider-Partnern. Die umfassendste Branchenerhebung zum Interim Management in Deutschland.

    Zur DDIM Marktstudie 2026

    DDIM Marktstudie 2025 (veröffentlicht 3. April 2025)

    Vorjahresstudie mit detaillierten Daten zum Jahr 2024 und Prognosen für 2025. Enthält u.a. Daten zur Remote-/Vor-Ort-Verteilung und Akquisekanälen.

    DDIM-Blitzumfrage (veröffentlicht 23. September 2026)

    Befragung der DDIM-Mitglieder Ende August 2026 zu Mandatslage, Tagessätzen, Mandatslaufzeit und Marktentwicklung seit Jahresbeginn. Die Stichprobengröße ist nicht veröffentlicht.

    Zur DDIM-Blitzumfrage

    AIMP-Marktstudie DACH 2026 (veröffentlicht Juni 2026)

    Die 21. Marktstudie der Association of Interim Management Professionals, wissenschaftlich begleitet von Prof. Dr. Markus Lemberger. Befragt wurden 119 Kunden, 19 Provider und 664 Interim Manager in DACH. Liefert das DACH-Gesamtvolumen von 3,75 Milliarden Euro für 2025 sowie Marktdaten für Österreich und die Schweiz.

    Zur AIMP-Marktstudie DACH 2026

    Horváth, 7th Annual CxO Priorities Study 2026 (Short Version)

    Interviews mit über 1.000 CxOs in 32 Ländern, März bis Mai 2026; 36 Prozent CEOs, 30 Prozent CFOs, 43 Prozent Unternehmen mit mehr als 1 Mrd. Euro Umsatz. Liefert die Prioritäten, Einsparziele und Stellenabbau-Hochrechnungen im Abschnitt zur CxO-Agenda.

    Zur Horváth CxO Priorities Study 2026

    Ergänzende Quellen

    EO Interim Management Report 2025, Heuse Interim Management-Marktgeschehen 2024. Tagessatz-Bandbreiten nach Funktion basieren auf dem DDIM-Durchschnittswert in Kombination mit publizierten Branchenschätzungen.

    Letzte Aktualisierung dieser Seite: 28. September 2026. Diese Seite wird aktualisiert, sobald neue Marktstudien oder relevante Branchendaten veröffentlicht werden.

    Häufige Fragen zum Interim Management Markt

    Das Honorarvolumen des deutschen Interim Management Marktes wird für 2026 auf rund 2,7 Milliarden Euro geschätzt. Das geht aus der DDIM Marktstudie 2026 hervor. Damit erreicht der Markt wieder das Niveau des bisherigen Rekordjahres 2023, nachdem das Volumen 2025 auf 2,47 Milliarden Euro gesunken war. Der DACH-Gesamtmarkt erreichte 2025 laut AIMP-Marktstudie DACH 2026 rund 3,75 Milliarden Euro, davon 2,66 Milliarden in Deutschland, 659 Millionen in der Schweiz und 421 Millionen in Österreich.

    Für 2026 prognostiziert die DDIM rund 12.500 aktive Interim Manager in Deutschland. Gezählt werden Führungskräfte der ersten zwei Führungsebenen mit Übernahme von Führungs- und/oder Ergebnisverantwortung. Die Zahl wächst seit Jahren kontinuierlich um rund 250 Manager pro Jahr.

    Der durchschnittliche Tagessatz liegt laut DDIM-Blitzumfrage vom August 2026 bei 1.320 Euro pro Tag. Die DDIM Marktstudie 2026 hatte zu Jahresbeginn 1.317 Euro prognostiziert. Die Bandbreite reicht von rund 1.000 Euro für Senior Projektmanagement bis etwa 2.500 Euro für CEO- und Geschäftsführungs-Mandate. Eine detaillierte Kostenübersicht finden Sie auf unserer Seite Interim Management Kosten & Tagessätze.

    Die durchschnittliche Auslastung liegt für 2026 bei prognostizierten 81 Prozent, was etwa 154 Einsatztagen pro Jahr entspricht. Im Vorjahr 2025 war die Auslastung auf 79 Prozent gesunken – den niedrigsten Wert seit der Pandemie. In den Boomjahren 2022 und 2023 lag die Auslastung bei 88 bis 89 Prozent.

    Automotive (Zulieferer) – jahrelang die führende Branche – fiel 2026 erstmals auf Rang vier. Sein Anteil sank von 11,6 auf 7,9 Prozent. Die Nachfrage verlagert sich in Richtung Transformation, Digitalisierung und Zukunftstechnologien wie KI.

    Das Marktvolumen hat sich in zehn Jahren von 1,545 Milliarden Euro (2016) auf 2,7 Milliarden Euro (2026) nahezu verdoppelt. Der einzige signifikante Rückgang war pandemiebedingt im Jahr 2020 (1,9 Mrd. €). Bereits 2022 wurde mit 2,5 Milliarden Euro ein neues Allzeithoch erreicht.

    Die DDIM Marktstudie ist die umfassendste jährliche Erhebung zum deutschen Interim Management Markt. Sie wird von der Dachgesellschaft Deutsches Interim Management e.V. (DDIM) durchgeführt – dem größten Berufsverband mit über 800 Mitgliedern und rund 30 Provider-Partnern. Mehr erfahren Sie auf unserer Verbände-Übersicht.

    Laut DDIM Marktstudie 2026 ist das Honorarvolumen 2025 auf 2,47 Milliarden Euro gesunken (von 2,625 Milliarden Euro 2024). Für 2026 wird ein Anstieg auf rund 2,7 Milliarden Euro prognostiziert.

    Treiber der erwarteten Erholung sind Fachkräftemangel auf Führungsebene, steigende Nachfrage nach Transformationsexpertise und die Rückkehr der Investitionsbereitschaft nach einer Phase der Zurückhaltung. Belastend wirken weiterhin politische und geopolitische Unsicherheiten, was die Prognose-Bandbreite zwischen 2,4 und 2,7 Milliarden Euro erklärt.

    Quelle: DDIM Marktstudie 2026.

    Top-Branchen 2026 nach Mandatsvolumen laut DDIM Marktstudie 2026:

    • Maschinenbau: 10,2 Prozent aller Mandate, bisher Branchenführer.
    • Anlagenbau: 9,1 Prozent.
    • Energie: 8,3 Prozent.
    • Automotive (Zulieferer): 7,9 Prozent, stark gefallen von 11,6 Prozent im Vorjahr.
    • Elektrotechnik: 6,0 Prozent.
    • Bauindustrie: 4,9 Prozent.

    Der Rückgang bei Automotive ist symptomatisch für die strukturelle Transformation der Branche. Erstmals ist Automotive nicht mehr die führende Branche im Interim-Markt.

    Laut DDIM Marktstudie 2026 sind 2026 in Deutschland rund 12.500 Interim Manager der ersten zwei Führungsebenen aktiv. Auftraggeber-Verteilung:

    • Mittelstand: 37,9 Prozent der Mandate.
    • Konzern: 29,5 Prozent.
    • Familienunternehmen: 20,5 Prozent.
    • Private Public Partnership, Startups, Behörden: die restlichen rund 12 Prozent.

    Damit ist der Mittelstand der grösste Auftraggeber-Block, dicht gefolgt vom Konzernsegment. Auf Familienunternehmen entfällt ein signifikanter Anteil, der häufig unterschätzt wird.

    Interim Management ist und bleibt ein People Business. Laut AIMP-Marktstudie DACH 2026 setzen 83 Prozent der Auftraggeber auf spezialisierte Provider, 67 Prozent fragen im eigenen Netzwerk und 55 Prozent sprechen einen bereits bekannten Interim Manager direkt an. Reine Online-Plattformen spielen mit 9 Prozent eine untergeordnete Rolle, Stellenanzeigen mit 1 Prozent praktisch keine. Die eigene Internet-Recherche kommt auf 12 Prozent. Das heißt aber nicht, dass Sichtbarkeit egal ist. Wer empfohlen wird, wird vorher gegoogelt. Eine saubere Online-Präsenz entscheidet, ob aus einer Empfehlung ein Erstgespräch wird. Quelle: AIMP-Marktstudie DACH 2026.

    Aktuell überraschend nachrangig. In der AIMP-Marktstudie DACH 2026 nennen nur 28 Prozent der Kunden Erfahrung mit Künstlicher Intelligenz als wichtiges Auswahlkriterium. Ganz oben stehen Umsetzungsstärke mit 99 Prozent, Integrität und Commitment mit 94 Prozent sowie Fachwissen mit 92 Prozent. KI ist also noch kein Entscheidungskriterium, sondern ein Zusatznutzen. Gleichzeitig nennen 41 Prozent der befragten Interim Manager Weiterbildung und KI-Kompetenz als ihr wichtigstes strategisches Thema für 2026 und 2027. Die Branche bereitet sich auf etwas vor, das die Kunden noch nicht aktiv nachfragen. Quelle: AIMP-Marktstudie DACH 2026.

    Nur jede dritte. Die Lead-to-Deal-Quote der Provider lag 2025 laut AIMP-Marktstudie DACH 2026 bei durchschnittlich 33 Prozent, mit einer Spannbreite von 20 bis 50 Prozent. Im Vorjahr waren es noch 36 Prozent. Der häufigste Grund für eine Nichtbesetzung ist die interne Besetzung der Position mit 26 Prozent, gefolgt von Projektstopps mit 21 Prozent. Nur in 3 Prozent der Fälle findet sich kein passender Interim Manager. An den Kandidaten liegt es also selten. Die Verunsicherung sitzt auf Auftraggeberseite. Quelle: AIMP-Marktstudie DACH 2026.

    Laut der 7. Horváth CxO Priorities Study (über 1.000 Befragte in 32 Ländern, Interviews März bis Mai 2026) steht KI & digitale Transformation 2026 auf Rang 1 (3,60 von 4 Punkten), knapp vor der Verbesserung der Kosten- und Ergebnisstruktur (3,57). Es folgen Cybersecurity und die Reorganisation von Strukturen und Prozessen, die von Rang 5 auf Rang 4 gestiegen ist. In der Fertigung bleibt die Kostenstruktur Priorität Nummer eins.

    Die Horváth-Studie misst keine Nachfrage nach Interim Managern. Sie zeigt aber Handlungsdruck: KI-Einführung, Kostenprogramme und Reorganisation stehen 2026 gleichzeitig weit oben, und befragte Industrieunternehmen mit Sitz in Deutschland planen Stellenabbau, hochgerechnet allein im Maschinenbau rund 37.300 Stellen. Befristete Programme dieser Art können Anlass für Interim-Mandate sein. Ob daraus mehr Mandate entstehen, zeigt erst die nächste DDIM-Marktstudie.

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