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    Der Interim Management Markt in Deutschland 2026: Alle Zahlen, Daten und Trends

    Wie groß ist der Interim Management Markt? Wie haben sich Tagessätze, Auslastung und Branchenfokus entwickelt? Diese Seite bündelt die wichtigsten Marktdaten aus der DDIM Marktstudie 2026 und weiteren Branchenquellen – aufbereitet als 10-Jahres-Zeitreihe, DACH-Vergleich und Trendanalyse.

    2,7 Mrd. €
    Marktvolumen
    ↑ +9,3 % gg. Vorjahr
    12.500
    Interim Manager
    ↑ +2,0 %
    1.317 €
    Ø Tagessatz
    ↑ +1,5 %
    81 %
    Ø Auslastung
    ↑ +2 Prozentpunkte

    Alle Daten: DDIM Marktstudie 2026 (Prognose). Veröffentlicht 20. Februar 2026.

    Marktvolumen: Von 1,5 auf 2,7 Milliarden Euro in zehn Jahren

    Der deutsche Interim Management Markt hat sich in der vergangenen Dekade nahezu verdoppelt. Das Honorarvolumen stieg von 1,545 Milliarden Euro im Jahr 2016 auf geschätzte 2,7 Milliarden Euro in 2026 – inklusive Provider-Aufschlägen.

    Bemerkenswert ist die Erholung 2026: Nach dem pandemiebedingten Einbruch 2020 (1,9 Mrd. €) und dem schwächeren Jahr 2025 (2,47 Mrd. €) erreicht der Markt wieder das Niveau des bisherigen Rekordjahres 2023.

    Ist-Wert Prognose 2026

    Quelle: DDIM Marktstudien 2016–2026, Dachgesellschaft Deutsches Interim Management e.V. Honorarvolumen Gesamtmarkt Dienstleistung Interim Management (inkl. Provider-Aufschlag). 2026: Prognose.

    Interim Management Markt im Detail: Die Kennzahlen 2023–2026

    Die DDIM erhebt jährlich die zentralen Marktindikatoren unter ihren über 800 Mitgliedern und rund 30 Provider-Partnern. Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der vier letzten Erhebungsjahre.

    Kennzahl 2023 2024 2025 2026 (P)
    Honorarvolumen 2,7 Mrd. € 2,625 Mrd. € 2,47 Mrd. € 2,7 Mrd. €
    Anzahl Interim Manager* 11.750 12.000 12.250 12.500
    Ø Auslastung (Tage/Jahr) 162 Tage 156 Tage 144 Tage 154 Tage
    Ø Auslastung (%)** 89 % 88 % 79 % 81 %
    Ø Tagessätze 1.318 € 1.302 € 1.297 € 1.317 €

    * Interim Manager der ersten zwei Führungsebenen mit Übernahme von Führungs- und/oder Ergebnisverantwortung.

    ** Auf Basis der persönlichen Maximalkapazität der Interim Manager.

    Quelle: DDIM Marktstudien 2023–2026.

    Die Tagessätze bewegen sich seit Jahren in einem bemerkenswert stabilen Korridor zwischen 1.297 und 1.318 Euro. Die Auslastung hingegen zeigt deutlichere Schwankungen und reagiert stärker auf die konjunkturelle Gesamtlage – der Rückgang auf 79 Prozent in 2025 spiegelt die wirtschaftliche Zurückhaltung in Deutschland direkt wider.

    2025 war das schwierigste Jahr – 2026 zeigt vorsichtigen Optimismus

    Das Jahr 2025 war für die Interim-Management-Branche das herausforderndste seit der Pandemie. Fachkräftemangel, politische Unsicherheiten und geopolitische Spannungen führten auf Unternehmensseite zu deutlicher Zurückhaltung bei Investitionsentscheidungen. Die Auslastung der Interim Manager sank auf 79 Prozent – den niedrigsten Wert seit dem Corona-Jahr 2020.

    Für 2026 zeigt sich jedoch ein Stimmungswandel: 62 Prozent der befragten Interim Manager blicken vorsichtig optimistisch auf das laufende Jahr. Die prognostizierte Auslastung steigt leicht auf 81 Prozent (154 Tage), und das Marktvolumen soll mit 2,7 Milliarden Euro wieder an das Rekordniveau von 2023 anknüpfen.

    62 %
    optimistisch
    62 % optimistisch 38 % verhalten

    Was bedeutet das für Unternehmen?

    Der Markt bietet 2026 eine größere Auswahl an verfügbaren Interim Managern als in den Boomjahren 2022/2023. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an die Auswahlqualität: Mehr Manager am Markt bedeutet mehr Differenzierung bei Profilen und Einsatzfeldern.

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    Automotive verliert den Spitzenplatz – Transformation dominiert

    Eine der auffälligsten Entwicklungen der DDIM Marktstudie 2026 ist die Verschiebung bei den Branchenschwerpunkten. Der Automotive-Sektor (Zulieferer), jahrelang die dominierende Branche, ist erstmals auf Rang vier zurückgefallen. Sein Anteil sank von 11,6 Prozent auf 7,9 Prozent in 2026.

    Automotive (Zulieferer) auf Rang 4
    2025
    11,6 %
    2026
    7,9 %
    Transformation & Change↑ wachsend
    Digitalisierung & IT↑ wachsend
    Energie & Nachhaltigkeit↑ wachsend

    Der Rückgang der Automotive-Mandate spiegelt den strukturellen Wandel der deutschen Wirtschaft wider. Für Interim Manager bedeutet das: Branchenexpertise allein reicht nicht mehr – gefragt ist die Kombination aus Transformationskompetenz und operativer Umsetzungserfahrung.

    Wachstumsbranchen 2026 und 2027: Wo die Nachfrage anzieht

    Die DDIM-Daten zeigen, welche Branchen heute Interim Manager beschäftigen. Die AIMP-Marktstudie DACH 2026 ergänzt den Blick nach vorn: In welchen Sektoren erwarten die Interim Manager selbst das größte Wachstum?

    An der Spitze steht der Maschinen- und Anlagenbau mit 31 Prozent. Direkt dahinter folgen zwei Felder, die noch vor wenigen Jahren kaum eine Rolle spielten: Defense, Rüstung und Aerospace mit 26 Prozent sowie IT, Digitalisierung, KI und Software mit 25 Prozent. Im Verteidigungsbereich treiben geopolitische Entwicklungen und steigende Investitionen die Nachfrage. Im IT-Umfeld ist es die fortschreitende digitale Transformation.

    Bemerkenswert ist der Aufstieg von Defense. Eine Branche, die lange als Nische galt, gehört plötzlich zu den drei wachstumsstärksten Feldern für Interim Management in DACH.

    Branche Wachstumspotenzial 2026/27
    Maschinen-/Anlagenbau / Industrie 31 %
    Defense / Rüstung / Aerospace 26 %
    IT / Digitalisierung / KI / Software 25 %
    Bau / Immobilien / Real Estate 22 %
    Automotive / Mobilität 20 %
    Energie / Infrastruktur / Utilities 12 %
    Healthcare / Pharma / MedTech 10 %

    Quelle: AIMP-Marktstudie DACH 2026, Mehrfachnennungen möglich, n=599 (Interim Manager).

    Was verdient ein Interim Manager? Tagessätze nach Funktion und Ebene

    Der Durchschnitts-Tagessatz von 1.317 Euro (DDIM 2026) ist ein Mittelwert über alle Funktionen und Hierarchieebenen. In der Praxis variieren die Sätze erheblich – je nach Seniorität, Spezialisierungsgrad und Mandatstyp.

    Funktionsbereich Min Max Ø Tagessatz
    CEO / Geschäftsführung 1.800 € 2.500 € ~2.100 €
    CFO / Finance-Leitung 1.500 € 2.200 € ~1.800 €
    COO / Operations 1.400 € 2.000 € ~1.700 €
    CTO / IT-Leitung 1.400 € 2.000 € ~1.650 €
    Change / Restrukturierung 1.400 € 2.200 € ~1.700 €
    CHRO / Personalleitung 1.300 € 1.800 € ~1.500 €
    Compliance / ESG 1.300 € 1.900 € ~1.550 €
    Einkauf / Supply Chain 1.200 € 1.700 € ~1.400 €
    Vertrieb / Sales-Leitung 1.200 € 1.800 € ~1.450 €
    Senior Projektmanagement 1.000 € 1.500 € ~1.200 €

    Richtwerte auf Basis des DDIM-Durchschnittstagessatzes 2026 (1.317 €), ergänzt durch publizierte Branchenschätzungen.

    Drei Faktoren bestimmen den Tagessatz:

    1. Hierarchieebene – C-Level-Mandate liegen 40–60 % über dem Marktdurchschnitt.
    2. Spezialisierungsgrad – Nischenexpertise in Bereichen wie Halbleiter, Regulatorik oder KI-Strategie erzielt Premium-Aufschläge.
    3. Dringlichkeit – Sofort-Einsätze mit 48-Stunden-Vorlauf rechtfertigen höhere Sätze als Mandate mit 4–6 Wochen Planungszeit.
    Alle Kosten & Tagessätze im Detail

    Interim Management in DACH: Deutschland, Österreich und Schweiz im Vergleich

    Der deutschsprachige Raum ist der größte zusammenhängende Interim-Markt in Europa. 2025 lag das DACH-Gesamtvolumen bei 3,75 Milliarden Euro. Deutschland trägt mit 2,66 Milliarden Euro den größten Teil, gefolgt von der Schweiz mit 659 Millionen und Österreich mit 421 Millionen Euro. Auffällig: Österreich und die Schweiz wachsen derzeit dynamischer als Deutschland. Quelle: AIMP-Marktstudie DACH 2026.

    🇩🇪 Deutschland
    Marktvolumen~2,7 Mrd. €
    Interim Manager~12.500
    Ø Tagessatz1.317 €
    VerbandDDIM (800+)
    Provider-Anteil~50 %
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    🇦🇹 Österreich
    Marktvolumen~421 Mio. €
    Ø Tagessatz1.249 €
    Interim Manager~2.808
    Auslastung~120 Tage
    VerbandDÖIM (180+)
    Provider vergleichen
    🇨🇭 Schweiz
    Marktvolumen~659 Mio. €
    Ø Tagessatz1.723 €
    Interim Manager~2.875
    Auslastung~133 Tage
    SegmentPremium

    Quellen: DDIM Marktstudie 2026 (Deutschland), AIMP-Marktstudie DACH 2026 (DACH-Gesamtvolumen 3,75 Mrd. €, Tagessätze und Manager-Zahlen Österreich und Schweiz).

    Fünf Trends, die den Interim Management Markt 2026 prägen

    01

    Angebotsseite wächst – Differenzierung wird Pflicht

    Die Zahl der Interim Manager steigt seit Jahren um rund 250 pro Jahr und erreicht 2026 geschätzte 12.500. Hinzu kommt ein neues Phänomen: Infolge von Entlassungswellen in großen Konzernen drängen zunehmend hochqualifizierte Führungskräfte als neue Interim Manager auf den Markt. Das bedeutet mehr Wettbewerb für etablierte Manager, aber auch eine größere Auswahl für Unternehmen.

    02

    Transformation übertrumpft Branche

    Der Rückgang der Automotive-Mandate (von 11,6 auf 7,9 Prozent) ist symptomatisch für einen grundlegenden Wandel: Unternehmen suchen nicht mehr den „Automotive-Manager“, sondern den „Transformationsmanager mit Industrieerfahrung“. Change Management, Digitalisierung, KI-Integration und Nachhaltigkeitstransformation sind die Wachstumsfelder.

    03

    Vor-Ort-Präsenz kehrt zurück

    Nach den pandemiebedingten Remote-Jahren wünschen sich Unternehmen wieder deutlich mehr Vor-Ort-Präsenz. Laut DDIM Marktstudie 2025 soll der Anteil der vollständig vor Ort arbeitenden Interim Manager von 34 Prozent (2024) auf über 50 Prozent steigen.

    04

    KI verändert das Berufsbild

    Künstliche Intelligenz ist nicht nur als Mandatsthema gefragt – sie verändert auch die Arbeitsweise der Interim Manager selbst. Digitale Kompetenzen im Umgang mit KI-Tools werden zunehmend zum Basisanforderungsprofil: von der KI-gestützten Analyse über automatisierte Reporting-Systeme bis zur Nutzung von Large Language Models.

    05

    Provider werden strategische Partner

    Die Rolle der Interim Management Provider entwickelt sich von der reinen Vermittlung zur strategischen Beratung. Entscheidend sind heute präzises Matching, professionelle Qualitätssicherung und nachhaltige Projektabschlüsse. Rund 50 Prozent aller Mandate werden weiterhin über Provider vermittelt.

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    Datenquellen und Methodik

    DDIM Marktstudie 2026 (veröffentlicht 20. Februar 2026)

    Jährliche Befragung der Dachgesellschaft Deutsches Interim Management e.V. unter über 800 Mitgliedern und rund 30 Provider-Partnern. Die umfassendste Branchenerhebung zum Interim Management in Deutschland.

    Zur DDIM Marktstudie 2026

    DDIM Marktstudie 2025 (veröffentlicht 3. April 2025)

    Vorjahresstudie mit detaillierten Daten zum Jahr 2024 und Prognosen für 2025. Enthält u.a. Daten zur Remote-/Vor-Ort-Verteilung und Akquisekanälen.

    AIMP-Marktstudie DACH 2026 (veröffentlicht Juni 2026)

    Die 21. Marktstudie der Association of Interim Management Professionals, wissenschaftlich begleitet von Prof. Dr. Markus Lemberger. Befragt wurden 119 Kunden, 19 Provider und 664 Interim Manager in DACH. Liefert das DACH-Gesamtvolumen von 3,75 Milliarden Euro für 2025 sowie Marktdaten für Österreich und die Schweiz.

    Zur AIMP-Marktstudie DACH 2026

    Ergänzende Quellen

    EO Interim Management Report 2025, Heuse Interim Management-Marktgeschehen 2024. Tagessatz-Bandbreiten nach Funktion basieren auf dem DDIM-Durchschnittswert in Kombination mit publizierten Branchenschätzungen.

    Letzte Aktualisierung dieser Seite: März 2026. Diese Seite wird aktualisiert, sobald neue Marktstudien oder relevante Branchendaten veröffentlicht werden.

    Häufige Fragen zum Interim Management Markt

    Das Honorarvolumen des deutschen Interim Management Marktes wird für 2026 auf rund 2,7 Milliarden Euro geschätzt. Das geht aus der DDIM Marktstudie 2026 hervor. Damit erreicht der Markt wieder das Niveau des bisherigen Rekordjahres 2023, nachdem das Volumen 2025 auf 2,47 Milliarden Euro gesunken war. Der DACH-Gesamtmarkt erreichte 2025 laut AIMP-Marktstudie DACH 2026 rund 3,75 Milliarden Euro, davon 2,66 Milliarden in Deutschland, 659 Millionen in der Schweiz und 421 Millionen in Österreich.

    Für 2026 prognostiziert die DDIM rund 12.500 aktive Interim Manager in Deutschland. Gezählt werden Führungskräfte der ersten zwei Führungsebenen mit Übernahme von Führungs- und/oder Ergebnisverantwortung. Die Zahl wächst seit Jahren kontinuierlich um rund 250 Manager pro Jahr.

    Der durchschnittliche Tagessatz liegt laut DDIM Marktstudie 2026 bei 1.317 Euro pro Tag. Die Bandbreite reicht von rund 1.000 Euro für Senior Projektmanagement bis etwa 2.500 Euro für CEO- und Geschäftsführungs-Mandate. Eine detaillierte Kostenübersicht finden Sie auf unserer Seite Interim Management Kosten & Tagessätze.

    Die durchschnittliche Auslastung liegt für 2026 bei prognostizierten 81 Prozent, was etwa 154 Einsatztagen pro Jahr entspricht. Im Vorjahr 2025 war die Auslastung auf 79 Prozent gesunken – den niedrigsten Wert seit der Pandemie. In den Boomjahren 2022 und 2023 lag die Auslastung bei 88 bis 89 Prozent.

    Automotive (Zulieferer) – jahrelang die führende Branche – fiel 2026 erstmals auf Rang vier. Sein Anteil sank von 11,6 auf 7,9 Prozent. Die Nachfrage verlagert sich in Richtung Transformation, Digitalisierung und Zukunftstechnologien wie KI.

    Das Marktvolumen hat sich in zehn Jahren von 1,545 Milliarden Euro (2016) auf 2,7 Milliarden Euro (2026) nahezu verdoppelt. Der einzige signifikante Rückgang war pandemiebedingt im Jahr 2020 (1,9 Mrd. €). Bereits 2022 wurde mit 2,5 Milliarden Euro ein neues Allzeithoch erreicht.

    Die DDIM Marktstudie ist die umfassendste jährliche Erhebung zum deutschen Interim Management Markt. Sie wird von der Dachgesellschaft Deutsches Interim Management e.V. (DDIM) durchgeführt – dem größten Berufsverband mit über 800 Mitgliedern und rund 30 Provider-Partnern. Mehr erfahren Sie auf unserer Verbände-Übersicht.

    Laut DDIM Marktstudie 2026 ist das Honorarvolumen 2025 auf 2,47 Milliarden Euro gesunken (von 2,625 Milliarden Euro 2024). Für 2026 wird ein Anstieg auf rund 2,7 Milliarden Euro prognostiziert.

    Treiber der erwarteten Erholung sind Fachkräftemangel auf Führungsebene, steigende Nachfrage nach Transformationsexpertise und die Rückkehr der Investitionsbereitschaft nach einer Phase der Zurückhaltung. Belastend wirken weiterhin politische und geopolitische Unsicherheiten, was die Prognose-Bandbreite zwischen 2,4 und 2,7 Milliarden Euro erklärt.

    Quelle: DDIM Marktstudie 2026.

    Top-Branchen 2026 nach Mandatsvolumen laut DDIM Marktstudie 2026:

    • Maschinenbau: 10,2 Prozent aller Mandate, bisher Branchenführer.
    • Anlagenbau: 9,1 Prozent.
    • Energie: 8,3 Prozent.
    • Automotive (Zulieferer): 7,9 Prozent, stark gefallen von 11,6 Prozent im Vorjahr.
    • Elektrotechnik: 6,0 Prozent.
    • Bauindustrie: 4,9 Prozent.

    Der Rückgang bei Automotive ist symptomatisch für die strukturelle Transformation der Branche. Erstmals ist Automotive nicht mehr die führende Branche im Interim-Markt.

    Laut DDIM Marktstudie 2026 sind 2026 in Deutschland rund 12.500 Interim Manager der ersten zwei Führungsebenen aktiv. Auftraggeber-Verteilung:

    • Mittelstand: 37,9 Prozent der Mandate.
    • Konzern: 29,5 Prozent.
    • Familienunternehmen: 20,5 Prozent.
    • Private Public Partnership, Startups, Behörden: die restlichen rund 12 Prozent.

    Damit ist der Mittelstand der grösste Auftraggeber-Block, dicht gefolgt vom Konzernsegment. Auf Familienunternehmen entfällt ein signifikanter Anteil, der häufig unterschätzt wird.

    Interim Management ist und bleibt ein People Business. Laut AIMP-Marktstudie DACH 2026 setzen 83 Prozent der Auftraggeber auf spezialisierte Provider, 67 Prozent fragen im eigenen Netzwerk und 55 Prozent sprechen einen bereits bekannten Interim Manager direkt an. Reine Online-Plattformen spielen mit 9 Prozent eine untergeordnete Rolle, Stellenanzeigen mit 1 Prozent praktisch keine. Die eigene Internet-Recherche kommt auf 12 Prozent. Das heißt aber nicht, dass Sichtbarkeit egal ist. Wer empfohlen wird, wird vorher gegoogelt. Eine saubere Online-Präsenz entscheidet, ob aus einer Empfehlung ein Erstgespräch wird. Quelle: AIMP-Marktstudie DACH 2026.

    Aktuell überraschend nachrangig. In der AIMP-Marktstudie DACH 2026 nennen nur 28 Prozent der Kunden Erfahrung mit Künstlicher Intelligenz als wichtiges Auswahlkriterium. Ganz oben stehen Umsetzungsstärke mit 99 Prozent, Integrität und Commitment mit 94 Prozent sowie Fachwissen mit 92 Prozent. KI ist also noch kein Entscheidungskriterium, sondern ein Zusatznutzen. Gleichzeitig nennen 41 Prozent der befragten Interim Manager Weiterbildung und KI-Kompetenz als ihr wichtigstes strategisches Thema für 2026 und 2027. Die Branche bereitet sich auf etwas vor, das die Kunden noch nicht aktiv nachfragen. Quelle: AIMP-Marktstudie DACH 2026.

    Nur jede dritte. Die Lead-to-Deal-Quote der Provider lag 2025 laut AIMP-Marktstudie DACH 2026 bei durchschnittlich 33 Prozent, mit einer Spannbreite von 20 bis 50 Prozent. Im Vorjahr waren es noch 36 Prozent. Der häufigste Grund für eine Nichtbesetzung ist die interne Besetzung der Position mit 26 Prozent, gefolgt von Projektstopps mit 21 Prozent. Nur in 3 Prozent der Fälle findet sich kein passender Interim Manager. An den Kandidaten liegt es also selten. Die Verunsicherung sitzt auf Auftraggeberseite. Quelle: AIMP-Marktstudie DACH 2026.

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